Aussichtsberg am Luganersee im Tessin

Der Monte San Salvatore ist neben dem Monte Brè einer der Hausberge von Lugano. Er bietet eine traumhafte Aussicht auf den Luganer See. Aufgrund der Form wird der San Salvatore auch Zuckerhut genannt – mit verblüffender Ähnlichkeit zum Original. Der San Salvatore kann auf verschiedenen Wegen erwandert oder mit der Bahn erreicht werden. Wir stellen den Höhenweg von Morcote aus vor, auf dem man den San Salvatore mit zahlreichen Highlights unterwegs erwandern kann.

Start in Morcote – einem der schönsten Dörfer der Schweiz

Ausgangspunkt der Wanderung auf den San Salvatore ist das Örtchen Morcote. Mit fast vier Stunden Anfahrt von Aarau aus liegt es nicht gerade in der Nähe, doch schon als wir am Piazza Grande aus dem Bus steigen und dieses kleine Paradies betreten, wissen wir, dass sich die weite Anfahrt gelohnt hat. Morcote liegt wunderschön eingebettet zwischen den Hängen des Monte Arbostora und dem Luganersee.

Von Morcote auf den San Salvatore
Ausgangspunkt der Wanderung ist das wunderschöne Morcote. Wer hier keine Urlaubsstimmung kriegt, bei dem stimmt was nicht!

So idyllisch Morcote ist – eine gemütliche Wanderung wird das heute nicht. Denn es warten gleich zu Beginn mehr als 400 Stufen auf uns. Sie führen uns hinauf zur Kirche Santa Maria del Sasso. Belohnt werden wir mit einem grandiosen Panoramablick mit der Kirche im Vordergrund, dem blau leuchtenden Luganersee und im Hintergrund die grünen Berge des Tessin.

Santa Maria del Sasso in Morcote
Viele Stufen führen vom Ufer hinauf zur Kirche Santa Maria del Sasso

Vielen reicht der Aufstieg bis hierhin. Wer es gemütlich mag, kehrt wieder um und gönnt sich am Ufer von Morcote ein Eis. Für uns geht es weitere Stufen als nuff. Wir sind froh, als wir zwischendurch auf einer Bank an einem Aussichtspunkt ein bisschen verschnaufen können.

Aussicht auf den Luganersee auf dem Weg zum San Salvatore
Aussicht auf den Luganersee auf dem Weg zum San Salvatore

Zwischenstation Parco San Grato und Carona

Einige Höhenmeter und Stufen weiter passieren wir die Alpe Vicania, ein Restaurant, das deutlich feudaler erscheint, als wir uns das unter einer Alpe vorstellen. Wir sind ja nicht so die Einkehrer und wandern weiter hinauf bis zum Parco San Grato, wo wir auf einer Bank mit Seeblick unser mitgebrachtes Vesper vertilgen. Der Parco San Grato ist ein botanischer Garten, der insbesondere für seine grosse Sammlung von Azaleen und Rhododendren bekannt ist. Hier kann man herrlich seine Seele baumeln lassen und die Natur geniessen. Und das Schöne: der Eintritt ist gratis.

Nach unserem Aufenthalt im Park sind unsere Batterien wieder aufgeladen. Und das Ziel, der Monte San Salvatore ist bereits in Sicht. Die Sendeanlage auf seinem Gipfel ist unübersehbar.

Doch bevor es an den Schlussspurt geht, besuchen wir das über 1000 Jahre alte Dorf Carona. Es hat einst bedeutende Künstler hervorgebracht. Einer von ihnen war zum Beispiel Bauleiter am Mailänder Dom. Auch Hermann Hesse, der über 40 Jahre seines Lebens im Tessin verbrachte, kam immer wieder gerne nach Carona.

Sehr verführerisch sehen die Grottos aus, an denen wir vorüberziehen. Aber wir haben ja gerade erst eine Stärkung hinter uns und es zieht uns hinauf zum Gipfel.

Park San Grato bei der Wanderung auf den San Salvatore
Das Ziel in Sicht. Vor den letzten Höhenmetern kann man im Park San Grato nochmal Kraft tanken.

Am Ziel: Topaussicht zur Belohnung

Die letzten Höhenmeter durch den Wald sind nochmal ganz schön schweisstreibend. Denn mittlerweile hat die Sonne die Luft ganz schön aufgeheizt. Wir sind froh, als wir die Seilbahnstation erreichen. Nun ist es nur noch ein Katzensprung bis auf den Gipfel. Wir mischen uns unter eine Altherrengesellschaft, die in gemütlichem Tempo nach oben schreitet.

Am Gipfel steigen wir auf die Dachterrasse der Chiesa di San Salvatore und holen uns die Belohnung für unsere Mühen ab: ein fantastisches Panorama über den Luganersee.

Aussicht auf den Luganersee auf dem San Salvatore
Aussicht auf den Luganersee vom Gipfel des San Salvatore. Besonders markant: die Brücke zwischen Melide und Bissone

Den Abstieg nach Lugano könnte man auch per pedes machen. Wir ziehen die knieschonenende Variante vor und tuckern mit der Standseilbahn hinab.

Wenn Dir dieser Höhenweg gefallen hat, können wir auch den Höhenwegklassiker im Tessin vom Monte Tamaro zum Monte Lema empfehlen.

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