Der letzte Tag unserer Steinbocktour bricht an. Das Unternehmen Hochvogel haben wir aufgrund völlig losgelöster Sohlen sowie nachlassender Kräfte abgeblasen. Es geht nun direkt zum Edmund-Probst-Haus und dann per Bähnle zurück in die Zivilisation. Wer auch das nicht mehr schafft, wählt den kürzesten Weg und steigt gleich zum Giebelhaus ab, um von dort aus den Wanderbus nach Hinterstein zu nehmen.

Höfats

Höfats

Die heutige Etappe steht ganz im Zeichen grüner Wiesen. Die Blicke ziehen hauptsächlich die viergipflige Höfats und der ebenfalls markant geformte Schneck auf sich.

Der Schneck

Der Schneck

Nachdem wir zunächst etwas abgestiegen sind, folgt zum Laufbacher Eck nochmal ein kräftiger Anstieg. Das Laufbacher Eck stellt den Höhepunkt des Tages dar. Für uns ist das ein Grund zum Feiern. Wir machen ein ausgiebiges Vesperpäusle und erfreuen uns am herrlichen Panorama. Und so langsam wagen es die Gedanken in Richtung heimatlicher Dusche zu wandern. Wenn das nicht ein Grund ist, der zum Weitergehen motiviert!

Päusle machen am Laufbacher Eck

Päusle machen am Laufbacher Eck

Auf dem Laufbacher-Eck-Weg schreiten wir voran gen Edmund-Probst-Haus. Der Weg führt schmal am Fels entlang. Meist auf felsigen Platten, teilweise versichert, aber nie wirklich schwierig. Wer die letzten Tage gut hinter sich gebracht hat, meistert die Herausforderung spielend. Wenn allerdings die Platten nass oder gar vereist sind, sollte man den Weg mit Vorsicht genießen.

Laufbacher Eck Weg

Laufbacher Eck Weg

Nachdem man am Schochen vorübergewandert ist, wird es wieder einfacher. Allmählich bemerkt man auch, dass es zur nächsten Seilbahn nicht mehr weit ist. Immer mehr Leute mit immer schlechterer Ausrüstung kreuzen den Weg.

Es ist vollbracht! Ankunft am Edmund-Probst-Haus!

Es ist vollbracht! Ankunft am Edmund-Probst-Haus!

Und dann kommt sie in Sicht: die Seilbahnstation der Nebelhornbahn. Endstation der Steinbocktour. Glücklich und zufrieden erreichen wir an Tag 6 unserer Wanderung das Ziel. Das muss natürlich gefeiert werden. Im Edmund-Probst-Haus gönnen wir uns eisgekühlte Getränke.

Auf was freuen wir uns nun am meisten? Duschen – so lange wir wollen! Ein eigenes weiches Kuschelbett! Auf das daheimgebliebene Hundi und das Schatzi. Und ja – es wird auch mal wieder schön sein, nicht den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Es sind die einfachen Dinge des alltäglichen Lebens, die man auf so einer Wanderung zu schätzen lernt. Dinge, die wir sonst für selbstverständlich nehmen. Und gleichzeitig haben wir gelernt, wie wenig es braucht, um glücklich zu sein.

Das Gewusel der vielen Menschen am Nebelhorn ist gewöhnungsbedürftig. Gleichsam ein kleiner Kulturschock. Wir fühlen uns etwas unwohl – haben wir doch die ganze Woche nur sporadisch geduscht und dafür viel geschwitzt. Nach einer Woche Zivilisationsabstinenz ist es seltsam, sich wieder unter den normalen Alltag zu mischen.

Langsam entschweben wir mit der Gondel der Bergwelt. Doch wir werden wieder kommen. Auch wenn wir uns erst mal auf die wohltuende Dusche und das Füße hochlegen zu Hause freuen – in Gedanken sind wir längst auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer! Unterwegs – in den Bergen…

 

Detaillierte Informationen zur Steinbocktour – alle Etappen – alle Hütten – Bergschulen, die die Tour geführt anbieten findet ihr unter www.steinbock-tour.de