Gleich mehrere Highlights erwarten uns auf dieser Tour: der Cauma- und der Crestasee, die mit ihrem türkisgrünen Wasser verzaubern, sowie die atemberaubenden Tiefblicke in die Rheinschlucht. Und doch ist diese Wanderung so kurz und einfach, dass sie eher einem Spaziergang gleicht. Genau das richtige für einen gemütlichen Ausflug an einem heissen Sommertag – zumal es unterwegs mehrere Badmöglichkeiten gibt.

Der Caumasee – kein Geheimtipp

Wer auf Instagram unterwegs ist, kennt ihn unter Garantie: den Caumasee. Umgeben von dichtem Wald leuchtet er zwischen den Bäumen in dunklem Türkis, während die Farbtöne zum Ufer hin immer mehr ins Karibische gehen. Ein wahrer Urlaubstraum in heimischen Gefilden.

Caumasee
Ein beliebtes Instagrammotiv: der Caumasee

Die bekannteste Perspektive ist die von oben, denn wer als Influencer etwas auf sich hält, bringt natürlich seine Drohne mit, um genau das gleiche Foto zu schiessen, das vor ihm schon zig andere gemacht haben. Die eigentlich nicht übersehbaren Drohnenverbotsschilder werden gekonnt ignoriert. Einsamkeit wird man am Caumasee vergeblich suchen. Denn durch den Hype auf den sozialen Medien strömten im Jahr 2018 bis zu 4000 Besucher am Tag an den See. Auch wenn der See zum Baden einlädt – uns sind das zu viele Leute. Ausserdem kostet das Seebad recht viel Eintritt (12 CHF, Stand 2018). Und so begnügen wir uns mit einer Umrundung zu Fuss und machen uns dann auf den Weg zur Aussichtsplattform „Il Spir“.

Die Aussichtsplattform „Il Spir“ – Faszination Rheinschlucht

Der Weg führt uns durch Wald und Flur vorbei an der kleinen Siedlung Conn.

Flims Waldhaus
Der Rundweg führt abwechselnd durch Wälder und Wiesen

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Aussichtsplattform „Il Spir“. Ein paar Treppenstufen hinauf und schon können wir die gewaltige Rheinschlucht bewundern. Steil fallen die Wände hinab und der Rhein windet sich schlangenlinienförmig zwischen den Felsen hindurch.

Rheinschlucht
Die Rheinschlucht von der Aussichtsplattform „Il Spir“

Diese grandiose Aussicht ist der Höhepunkt der Wanderung – auch wenn Auswertung der Hashtags auf Instagram eine andere Sprache spricht (33000 #Caumasee vs. 5000 #Rheinschlucht). Für so manchen Influencer sind die 2 Kilometer Fussmarsch vom See aus wahrscheinlich zu mühsam. Ein Glück für uns! Denn wir können vollkommen ungestört die Aussicht geniessen.

Der Crestasee – klein aber fein

Wir spazieren weiter zum Crestasee. Anders als der Caumasee ist beim Crestasee das Seebad nicht eingezäunt, dafür ist bereits der Aufenthalt am Seeufer zahlungspflichtig, was wir ehrlich gesagt etwas irritierend finden. Wir suchen uns eine etwas im Ufergestrüpp versteckte Ecke und lassen uns unser Vesper schmecken.

Crestasee
Ein weiterer See, der zu einer Abkühlung einlädt – der Crestasee. Der Zufluss des Sees erfolgt durch unterirdische Quellen, der Abfluss erfolgt oberirdisch.

Die Felsbachschlucht

Auf dem Rückweg nach Flims sorgt die Felsbachschlucht für Abwechslung. Tosend rauscht das Wasser zwischen den Felsen hindurch. Es ist angenehm kühl – gerade im Hochsommer eine Wohltat. Perfekt, um eine Weile seine Seele baumeln zu lassen, bevor wir nach Flims zurückkehren und in den Bus nach Hause steigen.

Felsbachschlucht bei Flims
Auf dem Rückweg passiert man die kleine, aber feine Felsbachschlucht. Im Sommer herrliche schattig gelegen lädt sie zu einer wohltuenden Abkühlung ein.

Übrigens: Für alle Seenfreunde haben wir in unserem Artikel Lieblingsseen in der Schweiz unsere liebsten Seen zusammengetragen.

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