3 Monate sind wir mit dem Rucksack durch Südamerika gereist. Von Uyuni, dem nördlichsten Punkt der Route ging es einmal längs durch den Kontinent bis nach Feuerland. Dabei haben wir mehrmals die Grenze zwischen Chile und Argentinien überquert. Unsere Route mit sämtlichen Zwischenstationen und wie wir von einem Ort zum anderen gekommen sind, erfährst Du auf dieser Seite.

Oft ist es einfacher, statt vieler Worte eine Grafik zu erstellen. Deshalb haben wir uns entschieden, ein kleines Bild von unserer Reiseroute zu zeichnen, statt einen langen Text in Prosa zu verfassen.

Der Startpunkt unserer Reise ist Santiago de Chile. Von dort aus geht es immer den roten Pfeilen nach bis wir nach 3 Monaten schließlich in Buenos Aires eintreffen. Die genutzten Verkehrsmittel sind neben der Route eingezeichnet.

Reiseroute durch Chile und Argentinien

Unsere Reiseroute durch Chile und Argentinien

Busfahren in Chile/Argentinien

Wie man der Skizze entnehmen kann, sind wir meistens mit dem Bus gefahren. In Südamerika ist das das unkomplizierteste Verkehrsmittel. Einfach vorab (am besten spätestens am Vortag) am Busbahnhof ein Ticket lösen und pünktlich zur Abfahrt an der Haltestelle erscheinen. Zumindest in Chile und Argentinien machte diese Art zu Reisen ausserdem einen recht sicheren Eindruck auf uns. Und: die Busse sind deutlich komfortabler als das, was wir aus Europa kennen. Da kann sich Flixbus noch eine große Scheibe abschneiden, was den Sitzkomfort angeht. Für kürzere Fahrten bis 12 Stunden reichen die günstigeren Semi Cama Plätze absolut aus. Die Sitze sind gut gepolstert, die Lehne lässt sich um 40° nach hinten kippen und man hat eine Ablage für die Füße. Bei Marathonfahrten über 24 Stunden wie zum Beispiel von Santiago nach San Pedro waren wir sehr glücklich über die noch bequemeren Cama-Sitze. Sofern man diese monströsen Teile noch Sitz nennen kann. Sie gleichen eher einem Thron. Sie lassen sich fast zu einem Bett runterfahren und man kann in der Tat bequem schlafen. Sämtliche Tipps und Tricks rund ums Busfahren in Argentinien gibt es bei den Flashpackern.

Unsere Zwischenstationen – eine tabellarische Übersicht

Und hier noch eine tabellarische Übersicht, an welchen Orten wir wie viel Zeit verbracht haben. Wir haben nicht für alle Stationen einen eigenen Artikel verfasst. Als nuff ist ja in erster Linie ein Blog mit dem Schwerpunkt ‚Wandern‘ und das soll auch so bleiben. Städtefotografie und Berichte über Städtetouren sind nicht unser Metier – das überlassen wir lieber Bloggern, die etwas davon verstehen. Auf Anitas Blog Travelita gibt es zum Beispiel tolle Bilder und spannende Berichte zu Santiago de Chile und Valparaíso.

Santiago de Chile Santiago de Chile, Akklimatisieren, Stadt erkunden inkl. Besuch Valparaiso. 6 Tage
San Pedro de Atacama Lagunas Altiplanicas San Pedro de Atacama – diverse Tagesausflüge zum Akklimatisieren an die Höhe 8 Tage
Salar de Uyuni Salar de Uyuni – Organisierte Rundtour im Geländewagen 4 Tage
La Serena La Serena – Chillaxen am Strand, Besuch Valle Elqui 6 Tage
Chiloe Puerto Montt – Ausflüge nach Chiloé, Petrohue, Vulkan Osorno 6 Tage
Carretera Austral Carretera Austral – Roadtrip mit dem Mietwagen 12 Tage
Bariloche Bariloche – Tageswanderungen und Schlemmen 4 Tage
El Chalten El Chaltén – Wanderungen im Angesicht von Fitz Roy und Cerro Torre 8 Tage
Perito Moreno Gletscher El Calafate – Ausflug zum Perito Moreno Gletscher 2 Tage
Torres del Paine Puerto Natales – Tageswanderungen und W-Trek im Torres del Paine Nationalpark 8 Tage
Tierra del Fuego Ushuaia – Feuerland und das Ende der Welt 5 Tage
Buenos Aires Buenos Aires – Tango und argentinische Steaks 5 Tage
Pinamar Pinamar – Bloggen am Strand 7 Tage

Wie man sieht, führte uns unsere Reise durch die verschiedensten Klimazonen. Von einem der trockensten Orte der Welt, der Atacamawüste, über Regenwälder entlang der Carretera Austral bis hin zum gewaltigen Perito Moreno Gletscher und der stürmischsten Nacht unseres Lebens im Torres del Paine Nationalpark haben wir so manches gesehen und erlebt.

Abgesehen von den vielen spannenden Orten, die wir besuchen durften, war es eine ganz besondere Erfahrung, einmal drei Monate am Stück zu reisen und frei zu sein. Wochentage und Uhrzeit waren unterwegs schnell vergessen und wir haben uns ganz aufs Hier und Jetzt konzentriert und unsere Freiheit in vollen Zügen genossen. Jeden Tag aufs Neue entscheiden zu können, was man unternehmen möchte, ist ein großes Geschenk für das wir sehr dankbar sind.

Ob wir so eine lange Reise nochmal unternehmen werden? Auf jeden Fall! Allerdings wollen wir uns in naher Zukunft auf Europa konzentrieren. Sowohl der ökologische als auch der finanzielle Fußabdruck der Südamerikareise sind nicht zu verachten. Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!