Biene

Biene

Die Autorin dieses Artikels

Hallo! Ich bin Sabine, deine Expertin für Genusswanderungen und immer auf der Suche nach den schönsten Aussichten und chilligsten Plätzen in der Natur, maximal im mittleren Schwierigkeitsbereich




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Keine Frage – die Samaria-Schlucht ist ein MUSS für jeden Kretaurlauber. Mit 17 Kilometern ist sie eine der längsten Schluchten Europas. Spektakulär ragen die Felswände in die Höhe, während der Wanderer sich durch die schmale Schlucht in Richtung Meer vorarbeitet. Die Wanderung durch die Samariaschlucht bietet ein solch eindrückliches Erlebnis, dass selbst eingefleischte Wandermuffel den Gang in die tiefe Schlucht antreten.

Toureninfo

Start:

Ziel:

Dauer:

Distanz:

Aufstieg:

Abstieg:

Wegverlauf:

Einkehrmöglichkeiten:

Anforderungen:

Ausrüstung:

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Die Samaria Schlucht

Kreta ist eine Insel der Schluchten – mehr als 400 gibt es. Mit Abstand die bekannteste ist die Samaria-Schlucht. Auch die Imbros-Schlucht wird häufig besucht.

Die Samaria-Schlucht erstreckt sich durch das Gebiet der weissen Berge (Lefka Ori). Bereits in den 60er Jahren wurde sie zum Nationalpark erklärt.

Superlative sind immer ein Publikumsmagnet – kein Wunder ist die Samaria-Schlucht so viel besucht, denn sie zählt neben der Verdonschlucht in Frankreich und der Tara-Schlucht in Montenegro zu den längsten Schluchten Europas. Daneben zählt sie auch zu den tiefsten Schluchten unseres Kontinents. Mehrere hundert Meter ragen die steilen Felswände in die Höhe. Ganz schön beeindruckend, wenn man unten in der Schlucht steht wie ein kleiner Zwerg und an den schier endlos nach oben steigenden Wänden hinaufschaut.

Wanderzeit

Die Dauer der Wanderung wird mit 4-7 Stunden angegeben. Die Streuung ist hier so breit, weil sich wie bei kaum einer anderen Wanderung sowohl untrainierte Couchpotatos als auch erfahrene Wanderer auf den Weg machen. Ausserdem kommt es natürlich immer ganz darauf an, wie viele Stopps man unterwegs einlegt, um Pause zu machen oder zu fotografieren.

Öffnungszeiten der Samaria-Schlucht

Die Schlucht ist zwischen Anfang Mai und Ende Oktober geöffnet. Im Sommer kann es sein, dass sie an vereinzelten Tagen wegen zu grosser Hitze geschlossen ist. Auch wenn es regnet und wenn es zu viel Wasser in der Schlucht hat, ist die Schlucht geschlossen, weil es dann zu gefährlich ist, u.a. wegen Steinschlag.

Highlights der Wanderung

  • Der Startpunkt der Wanderung, Xyloskalo, bietet einen beeindruckenden Aussichtspunkt auf die umliegenden Berge. Die atemberaubende Kulisse und der Blick in die Schlucht sind eine großartige Einstimmung auf das Abenteuer, das vor uns liegt.
  • Die Kapelle Agios Nikolaos ist eine kleine Kirche entlang der Wanderroute. Die malerische Lage und die einfache, traditionelle Architektur machen diesen Ort zu einem willkommenen Zwischenstopp.
  • Die Eiserne Pforte ist eine der markantesten Stellen in der Samaria-Schlucht. Hier rücken die Felswände so nahe zusammen, dass an einigen Stellen nur etwa 3 Meter Abstand bleiben. Der Anblick dieses engen Durchgangs ist spektakulär und ein Höhepunkt für viele Wanderer.

Tipps für die Wanderung

Verpflegung unterwegs

Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit, d.h. man sollte unbedingt daran denken, sich ein Vesper einzupacken. Am Ende der Wanderung in Agia Roumeli gibt es Restaurants, wo man die verbrauchten Kalorien wieder nachfüllen kann.

Wasser kann man unterwegs an einigen Quellen auffüllen, dennoch sollte man auf jeden Fall gerade an heissen Tagen nicht nur mit einer 0,5 Liter Flasche starten, sondern lieber eine grosse mit 1,5 Litern mitnehmen.

Ausrüstung

Man braucht keine spezielle Ausrüstung für die Wanderung. Die übliche Ausstattung für eine Tageswanderung reicht vollkommen aus. Für alle Wanderneulinge empfehlen wir dazu unseren Artikel zum Thema ‚Grundausstattung zum Wandern‚.

Besonders wichtig sind griffige und stabile Wanderschuhe. Der Weg ist zwar technisch nicht schwierig, aber doch ziemlich steinig und holprig.

Auch eine Kappe als Sonnenschutz ist im Sommer wichtig, um keinen Sonnenstich zu bekommen. Unsere Empfehlung: die Mountain-vibes-only-Kappe aus unserem alsnuff-Shop. Dein perfekter Begleiter für Wanderabenteuer. Zeig deine Naturverbundenheit stilvoll! Hier kaufen!*

Samaria-Schlucht als organisierte Tour

Normalerweise sind wir grosser Anhänger davon, alles selbst zu organisieren und auf eigene Faust unterwegs zu sein. So ist man unabhängiger und in der Regel kommt man dabei günstiger weg. Da die Anfahrt zum Ausgangspunkt und die Heimkehr uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kompliziert sind, buchen wir diesmal ausnahmsweise eine der Samaria-Touren, wie sie in jedem kretischen Örtchen angeboten werden. Der Bus holt einen direkt beim Hotel ab, bringt einen zum Ausgangspunkt der Wanderung. Ein Wanderführer geleitet die Gruppe durch die Schlucht, an deren Ende man mit der Fähre wieder zum Bus gebracht wird.

Tipp: buche Deinen Ausflug in die Samaria-Schlucht online. Das spart den Gang ins Reisebüro, so hast Du mehr Zeit, Deinen Urlaub zu geniessen. Zu den Tickets*! Bitte beachte, dass der Eintritt in die Schlucht (5€) und die Bootsfahrt am Ende der Wanderung (13€) i.d.R. nicht in diesen Tickets enthalten sind.

Anreise zur Samaria-Schlucht

Und so stehen wir am nächsten Morgen mit zig anderen Touristen an der Bushaltestelle und warten gespannt, was der Tag uns bringen wird. Wie sich herausstellen wird ist bereits die Anfahrt zur Samaria-Schlucht ein unvergessliches Erlebnis.

Der Bus ist einigermaßen pünktlich und schon geht sie los, die wilde Fahrt. Unser Reiseleiter – George of the Gorge ist ein echtes Original. Er spricht gefühlt alle Sprachen dieser Welt und erinnert ein wenig an HaPe Kerkeling. Langweilig wird es unterwegs schon mal nicht.

Der Bus windet sich geschickt durch unglaublich enge Sträßchen, bei denen ich schon bei einem Kleinstwagen bedenken hätte, ob er durchpasst. Bei den vielen Kurven sollte man außerdem keinen instabilen Magen haben. Falls man empfindlich ist, lieber eine Kotztüte für den Notfall einstecken…

Bevor wir losmarschieren, gibt es noch eine Frühstückspause in einem kleinen Gasthaus. Da es unterwegs keine Versorgungsstation gibt, sollte man sich spätestens hier mit ausreichend Marschverpflegung eindecken. Wasser kann man unterwegs immer wieder an Quellen auffüllen.

Abstieg in die Samaria-Schlucht von der Omalos-Hochebene in Xyloskalo

Auf der Omalos-Hochebene in Xyloskalo (was so viel heißt wie ‚hölzerne Treppe‘) setzt der Bus die Meute ab. Herrlich der Ausblick auf die Lefka Ori – die Landschaft der weißen Berge. Doch es bleibt nicht viel Zeit, die ersten Eindrücke zu genießen, schon geht es hinunter in die Schlucht. Da sowohl die Kondition als auch die Ausrüstung der Teilnehmer sehr unterschiedlich sind, müssen wir nicht als Gruppe zusammenbleiben. Jeder darf in seinem Tempo hinabsteigen. Das erste Stück geht auf teils glattgetretenem steinigen Weg hinab. Für unerfahrene Wanderer mit womöglich falschem Schuhwerk durchaus eine Herausforderung. Gefährlich ist der Weg aber nicht – er ist immer ausreichend breit und mit Geländer versehen. Den Knöchel verstauchen kann man sich allerdings leicht, wenn man nicht acht gibt und umknickt.

Start zur Samaria Schlucht in Xiloskalo
Los geht’s! Nach der Ankunft mit dem Bus in Xyloskalo kommt die Karawane langsam ins Rollen…

Den Weg zu finden, stellt keine Schwierigkeit dar. Immer der Masse nach! Diesmal nicht als nuff, sondern als nunna. Ausserdem haben die Massen an Vorgängern den Weg eine regelrechte Mauer an Steinmännern gebaut. Verlaufen ausgeschlossen. Den Schatten, den Pinien und Zypressen spenden, sollte man genießen. Denn erst mal unten in der Schlucht angekommen, ist es für einige Zeit mit Schatten vorbei.

Steinmännchen weisen den Weg in die Samaria Schlucht
Eine Steinstraße statt Steinmännchen weist den – ohnehin nicht zu verfehlenden – Weg in die Schlucht

In der Schlucht wandern wir meist an einem Bächlein entlang. Ein paar Mal müssen wir dieses auch überqueren. Bei der Hitze, die schon im Mai auf Kreta herrscht, wäre es noch nicht mal schlimm, hinein zu fallen. Im Gegenteil – jede Abkühlung ist willkommen.

Bach durch die Samaria Schlucht
Das klare Bächlein muss unterwegs einige Male überquert werden

In der Samaria-Schlucht

Am Eingang zur Schlucht warnen große Schilder vor Steinschlag. Diese sind unbedingt ernst zu nehmen. Besonders bei rauhem Wetter mit Wind und Regen herrscht eine erhöhte Steinschlaggefahr. Es empfiehlt sich daher, nicht gerade unterhalb der steilen Wand stehen zu bleiben oder Rast einzulegen. So verringert man die Zeit, in der man der Gefahr ausgesetzt ist.

Warnschild Steinschlag in der Samaria Schlucht auf Kreta
Vorsicht Steinschlag! Die Schilder in der Schlucht sollten unbedingt ernst genommen werden!

Die vielen Menschen haben sich über den Tag hinweg gut in der Schlucht verteilt. Man ist zwar nie einsam, aber es ist keine sich aneinanderreihende Menschenkette. Alle paar Kilometer gibt es unterwegs Rastplätze mit Sitzgelegenheit, Trinkwasser und sogar Toiletten. Nur das Essen muss man selbst mitbringen. Es tut gut, mal ein paar Minuten im Schatten zu sitzen und die Füße zu entspannen. Es geht immerhin auf 17 Kilometern über 1000 Höhenmeter nach unten.

Auch und gerade weniger erfahrenen Wanderer raten wir, nicht zu viele Pausen zu machen. Lieber langsamer, aber stetig weiterlaufen als loszupreschen und dann ständig Pause zu machen. Das Weiterlaufen fällt dann nämlich mit der Zeit immer schwerer.

Samaria Schlucht Kreta
Auf dem langen Weg durch die Schlucht verteilen sich die vielen Leute
Samaria Schlucht Kreta
Gegen die hohen Steilwände wirken die Wanderer klein wie Ameisen
Samaria Schlucht Kreta
Manche Pflänzchen überleben selbst in der kargsten Umgebung

Die Schlucht zieht sich immer enger zusammen. Immer steiler ragen die Felswände nach oben. Wenn der Bach zum Fluss wird und zu viel Wasser führt, ist die Schlucht sehr gefährlich und nicht passierbar. Deshalb ist sie auch nur von Mai bis Oktober geöffnet. Ausserdem wird stets von den Wachposten kontrolliert, dass alle Personen, die die Schlucht betreten, am Ende wieder herauskommen.

Wir haben Glück – es hat nicht geregnet und der Weg durch die Schlucht ist gut passierbar. Da der Weg meist durch das steinige Bachbett führt, sind Schuhe mit guter und stabiler Sohle empfehlenswert. Mit dünnen Schläppchen riskiert man zum einen einen verstauchten Knöchel, zum anderen spürt man durch dünne Sohlen jeden Stein, was über ein paar Stunden hinweg eine ziemlich schmerzhafte Angelegenheit sein dürfte.

Samaria Schlucht Kreta
Der Fluss und der Weg teilen sich die enge Schlucht – bei Hochwasser ist sie unpassierbar
Samaria Schlucht Kreta
Beeindruckend sind die steilen Felswände – eine traumhaft schöne Landschaft

Die Eiserne Pforte

Gegen Ende der Schlucht erreichen wir die sog. ‚Eiserne Pforte‘ – die engste Stelle der Schlucht. Der wahrscheinlich bekannteste und meistfotografierteste Punkt der Wanderung – vielleicht sogar von ganz Kreta. Lediglich drei Meter trennen die beiden Felswände voneinander.

Samaria Schlucht Kreta
An der engsten Stelle kurz vor Ende der Schlucht treffen doch wieder recht viele Menschen aufeinander

Im Fischerdorf Agia Roumeli

Noch ein letztes Foto von diesem gewaltigen Naturphänomen geschossen und dann ist es nicht mehr weit bis zur nächsten Erfrischung, die im Fischerdorf Agia Roumeli auf uns wartet. Zur Belohnung für die überstandenen Strapazen gönnen wir uns ein eisgekühltes Softgetränk und erfrischen uns im kühlen Meer.

Agia Roumeli Kreta
Nach der Wanderung ist eine Abkühlung willkommen!

Bis alle Wanderer das Ziel erreicht haben und die abendliche Fähre uns mitnimmt, vergeht noch eine ganze Weile. Am Ende des Tages sind alle erschöpft, aber glücklich. Der Abstieg durch die Schlucht ist anstrengend, aber er lohnt sich auf jeden Fall.

Strand Agia Roumeli Kreta
Zum Abschluss darf am Strand von Agia Roumeli relaxed werden
Agia Roumeli Fähre Kreta
Alle müden Wanderer werden in Agia Roumeli von der Fähre eingesammelt

Fakten kompakt: alle wichtigen Informationen im Überblick

Was kostet der Eintritt in die Samaria-Schlucht?

Die Samaria-Schlucht ist Teil des Samaria Nationalparks. Der Eintritt kostet 5€ pro Person. Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre haben freien Eintritt.

Wie anstrengend ist die Samaria-Schlucht?

Die Wanderung ist mit 17 Kilometern recht lang. Es geht zwar viel bergab, aber auch das erfordert beim Gehen Aufmerksamkeit. Wer so gar keine Kondition hat, sollte sich daher ehrlich überlegen, ob er sich die Wanderung zumuten kann.

Wie lange wandert man durch die Samaria-Schlucht?

Die Wanderzeit wird mit 4-7 Stunden angegeben. Sie hängt stark davon ab, wie geübt man im Wandern ist und wie viele Pausen man unterwegs einlegt.

Ist die Samaria-Schlucht gefährlich?

Bei gefährlichen Verhältnissen wie Steinschlaggefahr wegen Regen oder zu viel Wasser im Fluss bleibt die Schlucht geschlossen, damit sich keine Wanderer in Gefahr begeben.

Ansonsten kann man selbst einiges tun, um Gefahren zu vermeiden:

  • nur bei guter körperlicher Verfassung losgehen
  • genug trinken unterwegs
  • stabile und griffige Schuhe tragen

Welche Schuhe sind für die Wanderung durch die Samaria-Schlucht geeignet?

Für die Wanderung durch die Samaria-Schlucht eignen sich am besten knöchelhohe Wanderschuhe mit griffiger Sohle. So verhindert man einen verknacksten Knöchen und Ausrutscher auf losem Untergrund.

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