Dem nasskalten, düsteren Nebel zu Hause entfliehen und mal wieder ein bisschen Sonne tanken. Am Strand liegen und dem sanften Rauschen der Wellen lauschen. Der leichte Wind umspielt das Haar… all das muss kein Traum bleiben! Die Lösung heisst: La Gomera.

Palmen, viel grün und hügelige Landschaft - typisch Gomera

Palmen, viel grün und hügelige Landschaft – typisch Gomera

Gomera, das ist eine handliche Insel im Atlantik, die zu den Kanaren gehört. Im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura ist sie jedoch weniger bekannt und nach großen Hotelkomplexen mit All-Inclusive-Angeboten sucht man vergeblich. Es ist alles eine Nummer kleiner und eine Nummer ruhiger als auf den bekannteren Inseln. Hat man erst mal den ersten Fuß auf die Insel gesetzt, fällt es leicht, in einen gechillten Urlaubsmodus zu verfallen. 

Wie ein kleines Krokodil - mit süßen Patschfüßchen. Einer der gomerischen Bewohner.

Wie ein kleines Krokodil – mit süßen Patschfüßchen. Einer der gomerischen Bewohner.

Für die Anreise nehmen wir zunächst den Flieger nach Teneriffa Süd. Es ist hilfreich zu wissen, dass die Kanaren im Winter eine Stunde hinter Deutschland zurückliegen. Uns war das nicht klar und so kommt leichte Panik auf, als unser Flieger vermeintlich mit einer Stunde Verspätung landet. Der Puffer zur Abfahrt unserer Fähre ist nicht allzu groß. Zum Glück klärt sich bei Abholung des Mietwagens alles auf. Der nächste Stolperstein wartet bei der Passkontrolle an der Fähre. Der spanische Kontrolleur ist päpstlicher als der Papst und stört sich offensichtlich am Zweitname, der zwar auf dem Pass, aber nicht auf der Buchung steht. Erst nach mehreren Rückfragen lässt er uns an Bord. 

Alte Gemäuer stehen umher

Auf Gomera öffnet sich die Tür zu einem kleinen Paradies

Wir staunen etwas, als das Navi uns für die paar Kilometer nach Valle Gran Rey über eine Stunde Fahrzeit anzeigt. Schließlich hat die Insel nur einen Durchmesser von 25 Kilometern. Durch die vulkanische Entstehung ist das Terrain stark zerklüftet und die Straßen winden sich kurvig auf und ab. Solide Fahrkünste und ein halbwegs stabiler Magen sind empfehlenswert! In regem Wechsel sind Überholverbots- und Verbotsaufhebungsschilder aufgestellt. Ob es die Schilder mal im Sonderangebot gab?

Unser Quartier beziehen wir in der Gomera Lounge an der Playa de la Calera in Valle Gran Rey. Ein schnuckeliges Apartment im mediteranen Stil erwartet uns. Im Haus befindet sich auch eine Pianobar, in der fast jeden Abend Livekonzerte stattfinden. So kann man wunderschöner Musik von Künstlern aus aller Welt direkt auf dem Balkon lauschen. Um die Ecke gibt es diverse Restaurants, so dass man keine Angst haben muss, Hunger zu erleiden. Ein besonderes Highlight an der Playa de la Calera ist das allabentliche Trommeln der Hippies zum Sonnenuntergang. Nach Einbruch der Dunkelheit gibt es oft noch eine Feuerjonglage am Strand zu sehen. 

Sonnenuntergangstrommeln am Strand von Valle Gran Rey

Auf Gomera kann man nicht nur gut relaxen, sondern auch jede Menge wandern. Die kleine Insel bietet eine Menge – für spanische Verhältnisse ausserordentlich gut ausgeschilderte – Wanderwege. Von der Küstenwanderung, über eine Runde durch den märchenhaften Urwald bis hin zur Gipfelbesteigung wird alles geboten, was das Herz begehrt. 

Die Wege auf Gomera sind sehr gut ausgeschildert.

Die Wege auf Gomera sind sehr gut ausgeschildert.

Drei Wanderungen stellen wir in unseren Blogbeiträgen vor:

La Gomera von oben – auf Garajonay und Fortaleza

Auf dieser Wanderung geht es hoch hinaus – auf den höchsten Gipfel der Insel, den Garajonay. Da der Tafelberg, die Fortaleza auf dem Weg liegt, nehmen wir ihn gleich mit. Weiterlesen…

Die Fortaleza vom Garajonay aus gesehen

Die Fortaleza vom Garajonay aus gesehen

La Gomera: Walderkundungen im Bosque del Cedro

Durch den dunklen, tiefen Wald – umgeben von viel Moos, Flechten und sonstigem Gepflänz – geht es bei der Wanderung durch den Bosque del Cedro. Weiterlesen…

Urwald

 

La Gomera: Miniwanderung von Strand zu Strand

In der Kürze liegt die Würze: eine kleine Wanderung von einem Strand zum anderen. Mit viel Zeit zum Relaxen und genießen. Weiterlesen…

Die Playa del Trigo - bei dieser Wanderung ist tatsächlich das Ziel das Ziel, nicht der Weg.

Die Playa del Trigo – bei dieser Wanderung ist tatsächlich das Ziel das Ziel, nicht der Weg.