Unser zweiter Besuch des Bachalpsees war wieder ein Augenschmaus. Im Herbst sind die Farben dank der niedrig stehenden Sonne besonders intensiv. Einziger Nachteil: es ist kalt. Vor allem im Schatten. Und so geht die Wanderung von Grindelwald auch los. Dank der riesigen Berge läuft man erst mal einige Höhenmeter nicht in der Sonne. Wenn einen dann der erste Sonnenstrahl kitzelt, ist man wie erlöst.

So gut wie nie wird der Blick auf's Wetterhorn verdeckt
So gut wie nie wird der Blick auf’s Wetterhorn verdeckt

Vom Eiger bis zum Wetterhorn erhebt sich – nur durch den Talkessel der Schwarzen Lütschine getrennt – ein Berg nach dem anderen. Manchmal bekommt man auch einen Blick in die dahinter liegende Eiswelt.

So sieht's im Sommer aus: Eiger und Blick auf den unteren Grindelwaldgletscher
So sieht’s im Sommer aus: Eiger und Blick auf den unteren Grindelwaldgletscher
Nein, das ist nicht aus Nepal - das ist der untere Grindelwaldgletscher vor der Fiescherwand. Wahnsinn
Nein, das ist nicht aus Nepal – das ist der untere Grindelwaldgletscher vor der Fiescherwand. Wahnsinn

Die Sonnenfreude ist leider nur von kurzer Dauer: es geht ein kurzes Stück durch einen Wald. Dank der Herbstsonne ergeben sich wunderbare Schattenspiele durch die Bäume.

Ein kurzes Stück geht es durch einen zauberhaften Wald - vorrausgesetzt der Lichteinfall stimmt
Ein kurzes Stück geht es durch einen zauberhaften Wald – vorrausgesetzt der Lichteinfall stimmt
Wo ist was? Perfekte Spiegelung in einem kleinen Tümpel
Wo ist was? Perfekte Spiegelung in einem kleinen Tümpel

Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben, kommen wir zur idyllisch gelegenen Siedlung Bachläger, die am Milibach liegt – dem Abfluss des Bachalpsees.

Siedlung Bachläger vor Sattelegg
Siedlung Bachläger vor Sattelegg

Ein paar Schritte weiter können wir das Berggasthaus First sehen. Doch dort werden wir erst beim Abstieg vorbeikommen. Ab nun heißt es erstmal weiter als nuff.

Berggasthaus First mit dem Cliffwalk
Berggasthaus First mit dem Cliffwalk
Vieles ist verblüht, nur die Silberdisteln halten wacker durch
Vieles ist verblüht, nur die Silberdisteln halten wacker durch
Der Milibach schlängelt sich vom Bachalpsee runter ins Tal
Der Milibach schlängelt sich vom Bachalpsee runter ins Tal

Es sind zwar über 1200 Höhenmeter zurückzulegen, doch dank den herbstlichen Temperaturen geht der Aufstieg recht flott. Der Bachalpsee ist erreicht und kaum eine Menschenseele ist in der Nähe. Nur ein paar Angler frieren im Schatten und hoffen auf einen guten Fang.

Im Spätherbst sind die Touristenströme zum Glück versiegt
Im Spätherbst sind die Touristenströme zum Glück versiegt
Auch ohne Blüte ist ein Alpen-Hauswurz fotogen
Auch ohne Blüte ist ein Alpen-Hauswurz fotogen

Nachdem wir ausgiebig am Seeufer chillaxt haben (mit genügend Lagen an warmer Kleidung geht das noch), machen wir uns an den Abstieg. Am schon längst geschlossenen Berggasthof First geht es wieder Richtung Grindelwald.

Das Wetterhorn zum Greifen nah
Das Wetterhorn zum Greifen nah

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir Grindelwald, so dass wir im Licht der Straßenlaternen zu unserem Auto finden.

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