Das Sunniggrätli ist geradezu prädestiniert für eine Herbstwanderung (genauso natürlich auch für eine Frühlingswanderung). Der südseitige Zustieg bleibt lange schneefrei und wenn sich der herbstliche Hochnebel mal verzogen hat, macht das Sunniggrätli seinem Namen alle Ehre.

Startpunkt der Wanderung ist der Arnisee, der sich entweder mit der Bahn von Intschi oder mit der Bahn von Amsteg aus erreichen lässt. Wir entscheiden uns für die Variante ‚Amsteg‘. Es erwartet uns eine etwas abenteuerliche Gondelfahrt. Eine etwas betagte 4er-Gondel steht bereits an der Talstation bereit. Um die Fahrt zu starten, ruft man über ein an der Wand hängendes Telefon bei der Bergstation an. Und schon geht sie los, die wilde Fahrt durch eine durchaus steile Wand. Etwas mulmig wird uns schon, aber wir vertrauen auf schweizer Wertarbeit.

Abenteuerliche Bahnfahrt von Amsteg nach Arni

Abenteuerliche Bahnfahrt von Amsteg nach Arni

Von Arni aus geht es nahezu ohne Steigung auf breitem Weg zum Arnisee. 

Auf dem Weg zum Arnisee - es verspricht ein wunderschöner Sonnentag zu werden

Auf dem Weg zum Arnisee. Die Sonne scheint – es verspricht ein wunderschöner Sonnentag zu werden

 

Der Arnisee ist auf einer idyllischen Hochfläche gelegen

Der Arnisee ist auf einer idyllischen Hochfläche gelegen

Nach dem Arnisee startet der Aufstieg. Es geht anfangs durch dichten Wald. Angenehm läuft es sich auf dem weichen Waldboden. Später lichtet sich das Gelände zunehmend und schließlich erreichen wir im Nebel die Sunniggrätlihütte.

Wir erreichen die Sunniggrätlihütte im Nebel

Wir erreichen die Sunniggrätlihütte im Nebel

Die Vesperpause ist für den Gipfel geplant. Also gehen wir direkt weiter und erreichen bald unser Ziel, das Sunniggrätli (2033m). Die Sicht ist zunächst mäßig – durch den Nebel lassen sich Berge nur erahnen.

Durch den Nebeldunst lassen sich die Berge erahnen

Durch den Nebeldunst lassen sich die Berge erahnen

Schließlich kämpft sich die Sonne durch. Nun wird es richtig schön. Es ist warm, die Aussicht prächtig. Und ein zünftiges Vesper haben wir auch dabei. Wanderherz, was willst du mehr?

Am Gipfel - inzwischen ist die Sonne durchgekokmmen. Was für eine Aussicht! So lässt es sich aushalten :)

Am Gipfel – inzwischen ist die Sonne durchgekommen. Was für eine Aussicht! So lässt es sich aushalten 🙂

Es bleibt nicht die ganze Zeit sonnig. Immer wieder wechseln sich Sonne und Wolken ab. Mal gibt es links ein Guckloch, mal rechts. Mal vorne, mal hinten. Auch mal spannend, wenn man sich überraschen lassen kann, welchen Berg man als nächstes sehen darf.

Es herrscht ein ständiger Wettkampf zwischen Sonne und Wolken - Sicht und keine Sicht

Es herrscht ein ständiger Wettkampf zwischen Sonne und Wolken – Sicht und keine Sicht

Nach einem ausgiebigen Gipfelaufenthalt geht es zurück zur Hütte. Sie ist heute den letzten Tag geöffnet. Der Wirt ist gerade bei den Aufräumarbeiten. Wir genehmigen uns noch einen Drink und machen uns dann auf den Heimweg, der auf dem selben Weg wie der Aufstieg erfolgt.

Zurück an der Hütte scheint wieder die Sonne

Zurück an der Hütte scheint wieder die Sonne