Der Piz Boè (3152 m) ist prädestiniert als 3000-er Debüt. Sein Gipfel lässt sich in 1,5 Stunden kurz und schmerzlos von der Bergstation Sass Pordoi erklimmen.

Anmarsch auf den Piz Boè - in der Scharte vor dem Schlussanstieg

Anmarsch auf den Piz Boè – in der Scharte vor dem Schlussanstieg

Vom Sass Pordoi, auf dem man mit 2950 m schon beinahe auf der 3000-Meter-Marke startet, muss man zunächst ein paar Meter absteigen zur Forcella Pordoi. Diese liegt auf 2850 Metern. Wer hier schon die erste Verschnaufpause benötigt, kann im Rifugio Forcella Pordoi einkehren. In der Regel wird das nach 10 Minuten Wanderzeit jedoch nicht nötig sein.

 Kurz nach dem Start: Rifugio Forcella Pordoi

Kurz nach dem Start: Rifugio Forcella Pordoi

Weiter geht es ohne großartige Steigung – meistens selbst im Hochsommer über ein paar Schneefelder – bis man zum Abzeig des Weg Nr. 638 kommt.

Schnee auch im Juli

Schnee auch im Juli

Über einige Felsstufen geht es nun als nuff dem Gipfel entgegen. Drahtseile helfen über heikle Stellen hinweg.

Schnee im Aufstieg - bei diesen Verhältnissen sollte man nur weitergehen, wenn man entsprechend ausgerüstet und den Anforderungen gewachsen ist

Schnee im Aufstieg – bei diesen Verhältnissen sollte man nur weitergehen, wenn man entsprechend ausgerüstet und den Anforderungen gewachsen ist

Der Schlussanstieg erfolgt auf einem recht steilen, gerölligen Weg. Nach etwa 1,5 Stunden hat man es geschafft und steht auf dem Gipfel eines echten 3000ers. Kreuzgeschmückt und sogar mit einer Hütte (Rifugio Capanna Fassa) versehen, wo man sich das Belohnungsbier gönnen kann. Oder man belohnt sich mit traumhafter Aussicht auf die gegenüberliegende Marmolada.

Der Abstieg kann entweder auf demselben Weg erfolgen oder man macht eine Runde über das Rifugio Boè. Letzteres ist ein bißchen länger und schwieriger.

Wer die Unternehmung etwas sportlicher gestalten und nicht die Bahn benutzen will, hat auch die Möglichkeit von der Talstation am Pass Pordoi in etwa einer Stunde zu Fuß zur Forcella Pordoi aufzusteigen.