Das Naherholungsziel Wirzweli wartet wieder auf uns: Spaß im Schnee mit Tieren und einer schönen Kapelle.

Start:Dallenwil, Parken auf dem Parkplatz der Wirzweli-Bahn und mit dieser hoch zur Bergstation.

Ziel: Wirzweli

Auf-/Abstieg: je ca. 420 Höhenmeter

Wegverlauf: Wirzweli – Gummenmattli – Hinterhegen – Chüenerenegg – Gross Ächerli –
Holzwang – Chli Ächerli – Langboden – Wirzweli

Dauer: ca. 5 Stunden (exkl. Pause)

Anforderungen: leicht

PapaM: Wir haben noch keine Lawinenausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde und evtl. Airback), deswegen dürfen wir nur kindgerechte Schneeschuhwanderungen machen. Davon gibt es in der Nähe von Luzern nicht so viele, also gehen wir wieder nach Wirzweli uffe.

BabyM: Was soll das denn heißen? Kindgerecht. Ist Dir das zu langweilig? Willst Du lieber von einer Lawine verschüttet werden? Ich grab Dich dann nicht aus! Gehen wir lieber, wie hier auch, früh los, dann sind wir die ersten. Nach einem Neuschnee-reichen Vortag darfst Du auch schön schwitzen beim Spuren 🙂

Du hast wie immer Recht *schmatz* Diesmal bist am Anfang sogar Du voraus gegangen. Einige der wenigen Gelegenheiten, in der ich sagen kann, dass Du gespurt hast *lol*

Hihi, ja. Nachdem die Anfängergruppe vor uns hoch zur Gummenalp abgebogen ist, war der Weg des Arvitrails frei!

Der Arvitrail

Das mit freien Wegen haben wir aber noch nicht so druff: wir sind prompt falsch abgebogen und haben unfreiwillig eine Abkürzung genommen.

Da darf ich mal anmerken, dass mein Herr Gemahl rechts wollte und ich eine Art Schild links gewittert hatte – was auch richtig gewesen wäre!

Freu Dich doch über die zusätzlichen Höhenmeter, die wir trainieren durften. Zur Strafe haben wir nämlich eine Ehrenrunde gedreht: den richtigen Weg zurück bis dorthin, wo wir falsch abgebogen sind und nochmal die Abkürzung als nuff, bis wir wieder auf Spur waren.

Das BabyM spurt

Bald danach waren wir am höchsten Punkt und von dort konnten wir Abfahren mit Schneeschuhen üben: man suche einen relativ steilen Hang (30° und mehr) mit genügend Schnee, verlagere das Gewicht zu ⅔ nach hinten und ab geht die Fahrt.

Mit Anschucken sogar mehrere Meter weit! Nur wer nicht aufpasst oder zu viel will – mal wieder ich – landet im Schnee. Ist aber zum Glück weich 🙂

Wer es lieber langsam mag, kann so viel besser Tierspuren entdecken. Sooo viel sind wir ja noch nicht im Schnee unterwegs gewesen, aber Papa Mufflon hat schon ein paar Spuren fotografieren können:

Ein Schneehase?

Ein Schneehase?

Welches Urvieh ist denn hier gelandet?

Welches Urvieh ist denn hier gelandet?

Fuchs, Marder oder Wiesel stehen zur Auswahl

Fuchs, Marder oder Wiesel stehen zur Auswahl

Erwischt: da ist der Bau!

Erwischt: da ist der Bau!

Ein Mufflon hat seine Spur hinterlassen

Ein Mufflon hat seine Spur hinterlassen

Wir hatten mal wieder gegen die mufflonische Regel Nummer 2 verstossen: immer Karte mitnehmen. So hätten wir auch gewußt, dass die Wanderung noch gar nicht zu Ende war…

Genau, wir waren noch gar nicht ausgelastet, doch der Weg sah so aus, als würde er wieder zurückführen. Da wir im Sommer schon mal da waren, wussten wir, dass etwas weiter oben in Richtung Stanserhorn eine kleine Kapelle steht. Die haben wir uns als weiteres Etappenziel auserkoren.

Auf halber Strecke entdeckten wir dann auf einmal wieder die pinken Schneeschuh-Leitpfosten und es wurde klar, dass die Route gar nicht in Richtung Ausgangspunkt führte, sondern auf einen kleinen Hügel mit Kreuz und danach schnurstracks zur Kapelle.

Tja, da durften wir das Kreuz leider nur von der Ferne aus bewundern. Denn nun waren wir zu faul, um wieder zurückzugehen ;p

Die Kapelle konnten wir dann aber schon von Nahem bewundern. So im Schnee eingebettet wirkt es toll verwunschen!

Holzwang-Kapelle

Nach einer kurzen Rast mit Schoggi und Gummibären (aber kein Wasser, da Du es vergessen hast), ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Mea Culpa. Aber wenigstens hatte ich den Geldbeutel diesmal nicht vergessen, so dass wir uns etwas zu Trinken hätten kaufen können, wenn wir zwei Kamele es nicht bis nach Hause ausgehalten hätten 🙂

Damit wäre Wirzweli abgelaufen. Zwei schöne Tage konnten wir hier mit Schneeschuhwanderungen verbringen. Im nächsten Winter kommen wir bestimmt wieder!